Traurig…

 

“Wann bist du das letze Mal sorgenfrei schlafen gegangen? Wann bist du zuletzt einfach mal grundlos spazieren gegangen und hast die bunt gefärbten Blätter der Bäume im Herbst genossen? Wann hat du dich das letzte Mal alleine gefühlt, aber irgendwie warst du auch froh darüber? Diese Art von Einsamkeit, wo du dich selbst besser kennen lernst.

Heutzutage steht man morgens auf, durchlebt einen geregelten Tagesablauf, geht abends schlafen und am nächsten Tag dasselbe Schema erneut. Willst du nichts von der Welt sehen? Willst du nicht reisen? Willst du keine neuen Kulturen und Menschen kennen lernen? Sag mir; was bestimmt dein Leben? Wovon hängt es ab, wie deine Laune ist? Wovon – anders gesagt von wem – hängt es ab, wie es deinem Herzen geht?

 

Eigentlich dreht sich deine Welt doch nur im Kreis und du hoffst, dass du jemanden findest, der mit dir Abenteuer erlebt; dir zeigt, wie schön und wertvoll das Leben sein kann. Vertrau mir, wenn ich dir sage, dass du damit nicht alleine bist. So geht es vielen Leuten. Selbst dann, wenn du es für unmöglich gehalten hättest. Ich wünsche mir für dich, dass du durch dein Schicksal so einen Menschen bekommst, der dir zeigt, was leben ist. Hast du ihn gefunden, lass ihn nie wieder los. Egal, was andere sagen. Hör auf dein Herz. Ich glaube an dich und ich weiß, dass du die richtige Wahl treffen wirst. Denn daraus besteht das Leben: Entscheidungen treffen. Ob sie richtig oder falsch sind; das weißt du erst nachdem du es erlebt hast…”

 

 

Juuhuu. . . 

Wow… Was für ein aufregendes Jahr. Das ist mein erster Geburtstag mit meinem neuen Vornamen David. Tausend Mal Dankeschön an dieser Stelle an alle, die mich begleitet haben im letzten Jahr, mir beigestanden und geholfen haben, mich unterstützt und gefördert haben. Die mir Wärme und Nähe gaben, ein Familiengefühl, ein Zuhause und auch Unterkunft. Die mich verpflegt haben, als ich mal blank war. An die, die mich auf den richtigen Weg hielten, als ich abzudriften drohte, neue Perspektiven zeigten, mir aber auch meine Fehler gezeigt haben, damit ich mich verbessern kann. Mir vertraut haben und mich trotz manchen Fehlers nicht fallen ließen. Jemanden wegschicken und ausschließen wenn er nen kleinen oder grossen Blödsinn gemacht hat, kann jeder. Dazu gehört gar nichts. Nichtmal Stolz. Aber ihr habt das nicht getan und das macht MICH stolz. Freunde sind für mich kein Wort oder ne Floskel, sondern mein Leben. Ich hab sonst nichts mehr. Das schließt vor allem meinen Bruder mit ein, der für mich immer mehr als ein Bruder war, immer viel mehr Freund als nur faktischer Bruder. Ich sag das zu selten Kleiner, aber ich bin auch sehr stolz, Dich an meiner Seite zu haben. Alle anderen möchte ich hier namentlich gar nicht erwähnen, aber: Ohne Euch, bin ich nichts. Ihr seid die Sterne in meiner Nudelsuppe. Jeder von Euch weiss, wen ich hier angesprochen habe, bei wem ich mich bedanken darf, hier und jetzt den Tag, meinen Geburtstag zu feiern. Ihr wisst, wer ihr seid. Du bist die beste 💖 Du bist der beste 💖 Ihr seid die besten 💖

Die Ruhe vor dem Sturm… 

 Einen ‚guten Mittag‘ aus dem noch kuschelig warmen Bettchen… Heute ist der Tag vor meinem Geburtstag, meist die Ruhe vor dem Sturm. Zumindest innerlich. Wenn alle meine lieben ihren Geburtstag feiern und lieb begehen, bin ich nach Möglichkeit gerne dabei und liebe es, das aufzusaugen. Die Stimmung, die Freude… Bei mir selbst ist das leider völlig anders. Ich bin oft alleine gewesen an Geburtstagen, traurig, depressiv. Für mich sind Geburtstage nichts zum feiern, vielleicht auch, weil ich wieder feststellen muss, was für ein alter Knochen ich doch geworden bin inzwischen. Allerdings: die beiden letzten Geburtstage waren schön, mit Freunden, Geburtstagstisch und warmen Gedanken… Das vergesse ich nicht…

Norddeutschland… 

Wie jeder Teil Deutschlands hat auch der Norden seine speziellen Macken und Vorzüge – zur Orientierung hier die Tipps einer norddeutschen Deern für deinen Besuch im Norden. 

1. Kommunikation
Norddeutsche sind in der Regel keine Menschen vieler Worte – von Emotionsausbrüchen ganz zu schweigen. Was südlich von Hannover drei oder vier Sätze und ein paar Gesten braucht, fassen wir in Norddeutschland mit einem Nicken zusammen. Selbst enthusiastischste Zustimmung wird mit „Jo“ ausgedrückt. 
Meistens gilt außerdem: Je weniger Worte, desto mehr Unterton. Sarkasmus ist fester Bestandteil norddeutscher Kommunikation und kann mitunter zu Verwirrung bei Nicht-Eingeweihten führen.
Und obwohl in weiten Teilen Norddeutschlands kein Plattdeutsch mehr gesprochen wird, haben einzelne Vokabeln einen festen Platz in der Umgangssprache. Verbreitet sind zum Beispiel „schnacken“ (sich unterhalten), „büschn“ (ein bisschen), „vertelln“ (erzählen), „Büdel“ (Beutel) und „plietsch“ (schlau). 
2. Soziale Interaktion
Zur Begrüßung reicht „Moin“. Lediglich bei besonders ausgelassener Stimmung ist „Moin, moin“ angebracht. Moin ersetzt praktischerweise die Frage nach dem Befinden und kann morgens, mittags, nachmittags und abends benutzt werden. Von Wangenküsschen ist dringend abzuraten, Umarmungen sind ausschließlich langjährigen Freunden vorbehalten. Bei neuen Bekanntschaften ist ein kräftiger Händedruck angesagt – ein Handschlag ohne entsprechenden Druck kommt für uns nur von „Blarrbüdeln“ (Jammerlappen).
Norddeutsche gelten gemeinhin als kühl und unnahbar. Sind sie mal sehr euphorisch oder finden jemanden äußerst sympathisch, drücken sie das in der Regel mit „Find (d)ich gar nich so scheiße“ aus. Hast du dich erst einmal mit einem*r Norddeutschen angefreundet (was mitunter viel Zeit beanspruchen kann), wirst du davon dein Leben lang profitieren. Denn der Norden ist loyal – nicht nur in Game of Thrones.
3. Wetter
So stetig das norddeutsche Gemüt, so wechselhaft das Wetter. Merke: Nicht alles ist so trocken wie unser Humor. An einem Tag kann es gefühlt bis zu zwölf mal abwechselnd Platzregen und strahlenden Sonnenschein geben. Daher sind stets Regenschirm und Sonnenbrille mitzuführen. Insbesondere zwischen Oktober und April sind zudem Gummistiefel zu empfehlen. Und wer sich an dieser Stelle um sein Erscheinungsbild sorgt, sei beruhigt: In Norddeutschland kann der Gummistiefel aufgrund der Wetterlage sowohl mit Röcken als auch mit Hosen kombiniert werden. Selbiges gilt für Friesennerze.

Übrigens: Der norddeutsche Himmel ist nicht grau, sondern strahlend grau. Es ist immer windig und immer Gegenwind. Dabei spielt es keine Rolle, in welche Richtung du dich bewegst. Alles unter 120 km/h ist für den*die Norddeutsche „’n büschn Wind“; alles darüber wird als „steife Brise“ eingestuft.
4. Essen und Trinken
Bei uns wird – anders als man im Süden Deutschlands vielleicht annimmt – nicht nur Fisch gegessen. Je nach Region umfasst die Hausmannskost Gerichte wie Labskaus (na gut, da ist auch Fisch drin) oder Knipp (da ist kein Fisch drin). Sie haben gemeinsam, dass sie aus pürierten oder sehr klein gehackten Resten zubereitet werden (die du wirklich nicht googeln solltest), dementsprechend unappetitlich aussehen und daher gern mit verschiedenen Bezeichnungen für Erbrochenes betitelt werden.

Ebenfalls absolut ungeeignet für den Instagram-Feed, dafür aber umso leckerer, ist das traditionelle „Kohl und Pinkel“. Dabei handelt es sich um Grünkohl, der mit Pinkel, Kochwurst und Kassler eingekocht wird. Besonders rund um Bremen und Oldenburg wird Kohl und Pinkel nicht nur gegessen, sondern zelebriert. Jährlich veranstalten hier Menschen zwischen 18 und 88 sogenannte Kohltouren. Das sind Märsche durch das Flachland Norddeutschlands (traditionell zur Schietwetter-Saison zwischen Dezember und März) mit Bollerwagen, Alkohol – und dem Ziel, zu einer Gaststätte zu gelangen, in der noch mehr Alkohol, noch mehr betrunkene Menschen zwischen 18 und 88 und noch mehr Kohl und Pinkel warten.
Möchte man zu all diesen deftigen Speisen etwas trinken, ist Bier die richtige Wahl. Allerdings ist darauf zu achten, ein Bier aus der Region zu wählen: in Flensburg Flens, in Bremen Haake Beck, in Hamburg Astra oder Holsten und so weiter. Besonders Bremer und Hamburger Biere sollten niemals verwechselt werden. Aufgrund der langjährigen fußballgeschuldeten Traditionsfeindschaft könntest du als Astra-Trinker in Bremen als „Dösbaddel“ (Dummkopf) bezeichnet werden. Und andersrum. 
Und wenn wir anschließend wieder auf die Freundschaft trinken, dann natürlich mit „Köm“ (Aquavit).
5. Die Landschaft
Weit, weiter, Norddeutschland! Bei uns stören keine lästigen Hügel oder Berge den sehnsüchtig schweifenden Blick. Das Land ist so flach wie die Witze von Fips Asmussen, von ein paar herumstehenden Kühen oder Schafen mal abgesehen. Außerdem ist es sehr grün (-> siehe Wetter) und wenn es nicht grad in Strömen schüttet, kannst du vielleicht sogar bis zum Meer gucken.

Ein Besuch lohnt sich – trotzdem
Die Aussicht auf wechselhaftes Wetter, Essen, das wie Erbrochenes aussieht und unsere kühle Art haben dich nicht überzeugt? Dann können wir dir leider auch nicht helfen. Oder um Fettes Brot zu zitieren:
 „Büst nich ut’n Norden is dat schwer to verstohn.“